FTSV Lorbeer Rothenburgsort

Der FTSV Lorbeer Rothenburgsort (Freie Turn- und Sportvereinigung) von 1896 e. V., ist ein Sportverein aus Rothenburgsort, einem Stadtteil von Hamburg. Der ursprüngliche Verein hat sich 1896 als Verein für Arbeitersport gegründet. Damals und heute war Fussbal der elementarste Bestandteil des sportlichen Programms des Vereins.

Geschichte des FTSV Lorbeer Rothenburgsort

FTSV Lorbeer Rothenburgsort Webseite

Screenshot der Fußballverein Webseite des FTSV Lorbeer Rothenburgsort (www.ftsv-lorbeer.de) aufgenommen am 18.12.2005

Der FTSV Lorbeer Rotheburgsport entstand in seiner heutigen Form aus einer Fusion der beiden Vereine FTSVgg Hammerbrook-Rothenburgsort von 1896 und SC Lorbeer 06 im Jahr 1946. Der FTSVgg Hammerbrook-Rothenburgsport von 1896 wurde als Freie Turnerschaft Hammerbrook, Rothenburgsort und Umgebung als Arbeitersportverein gegründet. Ursprünglich entstand der Verein als Abteilung des Arbeiter Turnverein von 1893 Hamburg und musste sich verselbstständigen, da die Mitgliederzahlen zu groß wurden. Seine Gründung war direkte Konsequenz des deutschen Sozialistengesetzes. Das bis 1890 sozialistische, sozialdemokratische und kommunistische Vereine verbot, um die Vorherrschaft der konstitutionellen Monarchie im Deutschen Reich nicht zu gefährden. Aufgrund seiner politischen Verankerung wurde der Verein 1933 von den Nationalsozialisten verboten und aufgelöst.

Der andere Verein, SC Lorbeer 06, gründete sich 1906 auf den Wunsch einer sich Lorbeer nennenden Fußballmannschaft. Die aus einer Schlagballmannschaft entstanden ist. Diese mussten einen Verein gründen, um am Ligabetrieb des organisierten Arbeitersports teilnehmen zu können. Schon in den ersten Jahren konnte der SC Lorbeer 06 nationale Erfolge einfahren. Mehrmals Meister der Hamburger Stadtmeisterschaft und zweimal Meister der Bundesmeisterschaft des Arbeitersports konnten sie werden. Die beiden Meistertitel wurden in den Jahren 1929 und 1931 gewonnen. Eine berühmte Persönlichkeit dieser Zeit war Erwin Seeler. Der sechs Jahre von 1926 bis 1932 für den SC Lorbeer 06 spielte und der Vater des Nationalspielers Uwe Seeler und des Hamburger Fußball Profis Dieter Seeler war. Der Wechsel von Erwin Seeler zum Lokalrivalen SC Victoria Im Jahr 1932 war ein großer Aufreger in der Hamburger Fußball Szene und Lokalpressen.

Auch der SC Lorbeer 06 wurde 1933 aufgrund der Machtergreifung der Nationalsozialisten verboten. Nach dem zweiten Weltkrieg gründete sich der FTSV Lorbeer Rothenburgsport als Fusion der beiden vorgestellten Hamburger Clubs. In Folge dessen wandte man sich dem organisierten Arbeitersport ab und schloss sich dem Dachverband DFB an. 2004 hatte der Verein 377 Mitglieder.

Der Fußball im Sportverein

Neben Programmsportarten wie Gymnastik, Karate oder Qui-Gong ist Fußball die größte Abteilung des FTSV Lorbeer Rothenburgsort. Der Fußball Verein hat eine Herrenmannschaft, eine Seniorenmannschaft, ein Frauenteam, sowie Junioren in den Klassen A-Jugend, B-Jugend, C-Jugend, D-Jugend, E-Jugend und F-Jugend, sowie Juniorinnen in den Klassen B-Jugend und C-Jugend. Die erste Mannschaft der Herren spielt seit der Saison 2014/2015 in der Kreisliga 4 in Hamburg, wo man in der abgelaufenen Saison den 12. Platz belegen konnte. An die Erfolge der Anfangsjahre konnte leider bisher nicht wieder angeknüpft werden. Die erste Frauenmannschaft spielt seit 2014/2015 in der Frauenbezirksliga Ost, in der man in der letzten Saison den 4. Platz belegt hat.

Auch die Frauen des FTSV Lorbeer Rothenburgsort können auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken, an die bisher nicht angeknüpft werden konnte. Nachdem es Herren und Damen in Deutschland erlaubt wurde Fußball zu spielen, gründete sich beim FTSV Lorbeer schnell ein eigenes Frauenteam. Dieses Team schaffte es 1972 die erste Stadtmeisterschaft für Frauenfußball in Hamburg zu gewinnen. Dieses Erfolgsserie setzte man in den 70ern und 80ern durch weitere Meisterschaften und Pokalsiege fort. In der Saison 86/87 konnte das Frauenteam des FTSV Lorbeer Rothenburgsort sogar ins Viertelfinale des DFB-Pokals der Frauen einziehen, wo sie dann scheiterten. Ein prominenter ehemaliger Spieler der Fußball Abteilung des Vereins ist Serdar Dursun. Der derzeit für SV Darmstadt 98 in der zweiten Bundesliga spielt.

Weitere Projekte des FTSV Lorbeer Rothenburgsort

Der FTSV Lorbeer Rothenburgsort organisiert neben regelmäßigen Spiel- und Trainingsbetrieb für seine Jugendabteilung außerdem viele verschiedene Projekte. Die sich vorrangig an Kinder richten und Kompetenzen außerhalb des Fußballes ausbilden sollen. Darunter sind beispielsweise Projekte, die die schulische Leistung, die Motorik oder die Ernährung verbessern wollen. Auch unterstützende Projekte für Kinder aus sozialschwachen Familien sind Teil des vielfältigen Programms des Vereins. Der FTSV Lorbeer Rothenburgsort setzt sich dabei nicht nur für die Kinder und Jugendlichen des eigenen Vereins ein, sondern auch für Nachwuchsspieler aus dem kompletten Hamburger Raum. Außerdem unterstützt der FTSV Lorbeer Rothenburgsort die DFB-Talentförderung, um aktiv Hamburger Fußball Talente aufzubauen. Regelmäßig veranstaltet der Verein Turniere und Veranstaltungen mit Teams aus der Umgebung und dem nördlichen, deutschen Raum.